Intels Linux-NPU-Treiber 1.38 unterstützt jetzt Ubuntu 26.04
Intels NPU-Treiber 1.38 unterstützt Ubuntu 26.04 LTS nun offiziell, rund fünf Monate zu spät, mit 322 bestandenen Tests über fünf Prozessorgenerationen hinweg.
3 Min. Lesezeit

Die Zahlen
- tests passing, with zero failures, in Intel's own run
- 322
- processor generations validated on Ubuntu 26.04 LTS
- 5
- between the Ubuntu release and official support
- ~5 months
Intel hat Version 1.38 seines Linux-NPU-Treibers veröffentlicht, und die wichtigste Änderung ist ein Support-Label statt einer Funktion. Ubuntu 26.04 LTS wird jetzt offiziell unterstützt, rund fünf Monate nachdem diese Ubuntu-Version erschienen ist. Intel hat die Veröffentlichung am 11. September 2026 auf GitHub publiziert, und Phoronix hat am Tag darauf darüber berichtet.
Eine NPU ist eine Neural Processing Unit. Sie ist ein Block auf dem Chip, der nur für das Ausführen trainierter KI-Modelle gebaut ist. Sie sitzt getrennt vom Hauptprozessor und vom Grafikchip, sodass sie diese Arbeit mit weniger Strom erledigen kann. Intel verbaut eine davon in seinen Laptop-Chips der Reihe Core Ultra.
Der wichtige Punkt ist, dass vor dieser Veröffentlichung nichts kaputt war. Phoronix merkt an, dass der Stack unter Ubuntu 26.04 bereits funktionierte und dass die Änderung darin besteht, dass er „erst jetzt offiziell von Intel anerkannt wird“.
Was in der Veröffentlichung steckt
Intels Release Notes und Phoronix ergeben zusammen das folgende Bild.
| Punkt | Detail |
|---|---|
| Wichtigste Änderung | „Unterstützung für Ubuntu 26.04 LTS hinzugefügt“ |
| Validierte Chips | Meteor Lake, Arrow Lake, Lunar Lake, Panther Lake, Wildcat Lake |
| Getesteter Kernel | Linux 7.0 |
| Mitgelieferte Komponenten | Level Zero v1.32.0, OpenVINO 2026.3.1 |
| Testergebnisse | 322 bestanden, null Fehlschläge |
| Lizenz | MIT |
Zwei dieser Namen sollte man kennen. Level Zero ist Intels hardwarenahe Programmierschnittstelle, um Beschleuniger-Hardware direkt anzusprechen. OpenVINO ist das übergeordnete Toolkit, das die meisten Leute tatsächlich nutzen, um ein Modell auf Intel-Hardware auszuführen.
Es gibt außerdem eine Namens-Eigenheit, auf die man vorbereitet sein sollte. Der Teil des Treibers, der im Linux-Kernel steckt, heißt weiterhin IVPU, kurz für Versatile Processing Unit, was der ältere Name für diese Hardware war. Wenn Sie nach Kernel-Meldungen zu Ihrer NPU suchen, suchen Sie auch nach dem älteren Namen.
Was offizieller Support tatsächlich bringt
Der Treiber teilt sich in zwei Hälften, und nur eine davon steckt in dieser Veröffentlichung. Die Kernel-Seite wird mit Linux selbst ausgeliefert. Die User-Space-Seite ist das, was Intel hier paketiert, und sie ist der Teil, den Ihr Code lädt, wenn er die NPU bittet, ein Modell auszuführen.
„Offizieller Support“ ist vor allem eine Aussage über Tests. Intel sagt, es habe 322 Tests über fünf Chipgenerationen hinweg unter Ubuntu 26.04 mit Linux 7.0 laufen lassen und keine Fehlschläge gesehen. Das ist der Unterschied zwischen einem Stack, der zufällig funktioniert, und einem, von dem der Hersteller sagt, er habe ihn geprüft.
Das zieht auch eine Grenze. Intel hat Ubuntu 22.04 bereits in Version 1.28 aus diesem Treiber gestrichen. Die Liste der unterstützten Systeme ist ein bewegliches Ziel, also hat die Ubuntu-Version, auf die Sie sich festlegen, innerhalb dieses Stacks eine begrenzte Haltbarkeit.
Was das für Entwickler bedeutet
Wenn Sie die NPU bereits unter Ubuntu 26.04 betreiben, ist die praktische Änderung, dass Sie nun einen Fehler melden und ernst genommen werden können. Aktualisieren Sie wegen des Support-Status, nicht wegen neuer Geschwindigkeit. Nichts in dieser Veröffentlichung behauptet einen Leistungsgewinn.
Prüfen Sie die mitgelieferten Versionen und nicht nur die Treibernummer. Diese Veröffentlichung legt Level Zero v1.32.0 und OpenVINO 2026.3.1 fest. In einem Stack wie diesem ist die Version, die Ihr Modell zerlegt, meist die des Toolkits und nicht die des Treibers. Pinnen Sie alle drei in Ihren Setup-Skripten fest und halten Sie fest, welche Kombination Sie getestet haben.
Behandeln Sie die fünf validierten Chipgenerationen als Ihre Kompatibilitätsliste. Meteor Lake, Arrow Lake, Lunar Lake, Panther Lake und Wildcat Lake sind diejenigen, die Intel hier nach eigenen Angaben getestet hat. Wenn Ihr Ziel-Laptop etwas Älteres verwendet, liegen Sie außerhalb dessen, was diese Veröffentlichung abdeckt, und Intels eigene Geschichte mit dem Streichen von Ubuntu 22.04 zeigt, wie das ausgeht.
Das größere Muster ist erwähnenswert, wenn Sie Hardwarekäufe planen. Offizieller Linux-Support für KI-Beschleuniger trifft weiterhin erst Monate nach dem Betriebssystem ein. Asahi Linux traf auf dieselbe Verzögerung, bevor es M3-Macs offiziell unterstützte. Wer den neuesten Mac mini und Mac Studio für lokale KI abwägt, steht vor derselben Frage. Wenn Sie Hardware auswählen, um Modelle lokal auszuführen, prüfen Sie die Liste der unterstützten Systeme des Treibers vor dem Datenblatt. Ob der Chip dazu fähig ist und ob der Hersteller Ihre Distribution unterstützt, sind zwei verschiedene Fragen.
Quellen
- Intel Linux NPU Driver Only Now Officially Supports Ubuntu 26.04 LTS - Phoronix
- linux-npu-driver v1.38.0 release - GitHub - intel/linux-npu-driver
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